Mit Zweckoptimismus kann man sich leicht in die eigene Tasche lügen.

Unter der Überschrift „Neuer Schwerpunkt Markt“ war im ME der MOZ an diesem Wochenende auch etwas zum Thema Altstadtcenter zu lesen, dass nur unter dem Aspekt wer`s glaubt wird selig eingeordnet werden kann.

Stadtplaner Thomas Elsner wird dazu zitiert dass er zuversichtlich sei, dass das Einkaufscenter in der Großen Straße realisiert werde. In den neuen Verträgen werden ähnliche Fristen wie in Vorläufern formuliert, so dass die Stadt das Heft des Handelns nicht aus der Hand gebe, sagte er weiter.

Schizophrener geht’s ja nun wirklich nicht mehr. Herrn Elsner muss völlig entfallen sein, dass die Stadt seit Jahren vom Vorhabenträger hingehalten wird und die Planänderung nun will, weil er seine Leistungsfähigkeit nicht nachweisen kann.

Herrn Elsner scheint offensichtlich nicht bewusst zu sein, dass die Stadt schon mit einer solchen Planänderung das Heft des Handelns aus der Hand gibt. Denn an der „Leistungsunfähigkeit“ wird sich egal was in den Verträgen formuliert wird, nichts ändern.

Damit wird einhergehen, dass die allseits gewollte Belebung der nördlichen Altstadt Strausbergs auf lange Zeit nicht zu erwarten steht.

Bleibt daher nur die Hoffnung, dass die städtischen Fachgremien und die Stadtverordnetenversammlung, realitätsbezogen beraten und entscheiden. Das Areal jedenfalls ist auch für eine Bebauung mit Wohn- und Geschäftshäusern geeignet. Entsprechende Bebauungsunterlagen aus den neunziger Jahren des vorigen Jahrhunderts, sind in der Stadtverwaltung noch vorhanden.

W.W.

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